Goldabbau

Goldabbau

Der Anfang von Metallgewinnung wird von Sagen umhüllt, die uns der Chronist Simon Hüttel verzeichnet hat. Die Gold-und Silbergewinnung wurde seiner Meinung nach schon am Anfang des 11. Jh. erwähnt und dank Petr Hostolovský enstand hier in der Regierungszeit des böhmischen Königs Oldřich der erste Hauptgrubenbau. Weitere unbestätigte Berichte über die Goldgewinnung kommen aus dem Jahre 1241, aber erst im Jahre 1542 wird die erste urkundlich nachgewiesene Erwähnung über die Goldgewinnung in Erinnerung gebracht. Im Pfandbrief zwischen dem bekannten Bergfachmann Christoph von Gendorf und dem Besitzer der Herrschaft Vlčice Christoph Silber wird an die Nutzung des Bergbaues in den Rýchory ausdrücklich erinnert. Wichtig für das hiesige Gebiet war das Jahr 1546. Damals erteilte der Kaiser Ferdinand I. die Rechte des Metalbergbaues für den Marktflecken Svoboda und die goldenen Rýchory. Gleichzeitig erhielt Svoboda einige Privilegien der Bergstädte und auch das von gekreuzten Fäusteln verbesserte Wappen. Im nächsten Jahr wurden Silbers von Silberstein Bergbaubesitzer und Unternehmer von einigen Goldlagern dieses Gebietes. Im Jahre 1551 verlängerte Ferdinand I. die Bergrechte für Svoboda und das ganze Gebiet der goldenen Rýchory, in Jahren 1562 - 1564 erteilte er dann weitere Privilegien für Gold- und Silbergruben. Die Prosperität des Bergbaues beweist überzeugend die Erwähnung aus dem Jahre 1560, wann die Bergleute der Gruben in Svoboda der Kirche in Vlčice das goldene Dukaten ( 262 g) schwere Ciborium widmen sollten.

Christoph Silber von Brettstein und Pilnikau verpachtete am 19.8.1577 in Anwesenheit des Dorflichters vom Marktflecken Svoboda Jan Jirský, dem Bürger aus Hradec Králové, der alle seine Rechte gehörig aus. Von der hiesigen Prosperität zeugen nicht nur Goldableitungen, sondern auch das, dass Svoboda zum Handels-und Verwaltungszentrum des Gebietes wurde. Der Kaiser Rudolf II. ernannte Svoboda 18.10.1580 zur Bergstadt und gleichzeitig verzieht er Teilhabern des Bergbaues Bezahlungen der Zehnten.

Die Höchste Produktivität ist ab Jahre 1648 bemerkt, wann Kaiser Ferdinand III. das Privilegium der Gold- und Silbergewinnung am Fluss Úpa für der Stadt Svoboda bestätigt. Bis zum Jahre 1773 wurden die Verzeichnisse über Goldableitungen (Gesamtgewicht 629 g) erwähnt.

Das Ende des 17. Jh. und der Beginn des 18 Jh. sind durch grosse Abdämpfung des Bergbaues charakteristisch. Die Gemeinde sollte die Gruben nur darum erhalten, um die Privilegien der Bergstädte nicht zu verlieren. Im Jahre 1772 wurde die Förderung in den Rýchory beendet, die nicht mehr, auch nicht versuchweise, wiederhergestellt worden war. Um sich ein Bild davon zu machen, nennen wir wenigstens die Stellen, wo die umfangreichsten Bergbaurelikte zu finden sind und wo eine gründliche Untersuchung durchgeführt wurde. Es sind im Kataster Mladé Buky (Jungbuch ): Bystřice - Goldseifenfeld, Bártův les, Sklenářovice (Glasendorf ) , Dolní Sejfy, Kraví hora ( Kühberg ) ,, hinter dem Pferdestahll", Goldene Jungfrau. Im Kataster Javorník ( Mohren ): nördlicher Teil oberhalb des Dorfes, Žabiny, Georgengraben; im Kataster Svoboda nad Úpou ( Freiheit ): Černohorský potok ( Klausengraben ) und viele weitere Lokalitäten im Kataster Janské Lázně, Horní Maršov, Rudník, Černý Důl....

Informationen aus dem Buch von RNDr. Radko Tásler und. Kollektiv unter der Name " Die Goldförderung in der Umgebung von Svoboda nad Úpou" das Buch kann man in Inforzentrum in Svoboda nad Úpou kaufen.

 

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